Corona-Hilfe der Rentenbank

Liquiditätssicherungsdarlehen für Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und des Weinbaus

Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet ab sofort Darlehen zur Liquiditätssicherung für Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und des Weinbaus an, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden. Es zeigt sich schon jetzt, dass durch die enge Verflechtung der Märkte viele Unternehmen unter geringeren Erlösen und steigenden Kosten leiden. Betroffene Unternehmen können Darlehen aus dem Programm „Liquiditätssicherung“ in Anspruch nehmen, wenn sie ihrer Hausbank mitteilen, inwiefern der Liquiditätsbedarf durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde.

 

Wer ist antragsberechtigt?

  • Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und des Weinbaus, jeweils inkl. Direktvermarktung (nur landwirtschaftliche Primärproduktion, keine Unternehmen aus dem vor- oder nachgelagerten Bereich)
  • Hofcafés, Urlaub aus dem Bauernhof auch, sofern landwirtschaftliches Einkommen ebenfalls vorliegt
  • Grundsätzlich muss das Unternehmen ein KMU sein; sofern kein KMU, dann antragsberechtigt zu beihilfefreien Konditionen.

 

Was wird gefördert?

  • Entgangene Umsatzerlöse
  • Betriebsmittel und andere betriebsnotwendige Ausgaben
  • Kapitaldienst von Bestandsdarlehen

 

Förderprogramm, Konditionen

  • Programm Liquiditätssicherung (Nr. 246) zu Top-Konditionen
  • Nur Ratendarlehen mit Laufzeit von 4, 6 oder 10 Jahren möglich (bei 10-jähriger Laufzeit 5 oder 10 Jahre Zinsbindung möglich)
  • Nur vierteljährliche Rückzahlung
  • Konditionierung gemäß risikogerechtem Zinssystem und aktuellem Konditionsrundschreiben
  • Keine Haftungsübernahme, Risiko verbleibt vollständig bei der Hausbank
  • ein Tilgungsfreijahr möglich
  • Förderzuschuss i.H.v. aktuell 1,5 % möglich, sofern ein KMU ( beihilferelevante Kondition)

 

Unterlagen zum Erhalt des Förderzuschusses:

  • De-minimis-Beihilfeerklärung (wird über Hausbank an LRB geleitet)
  • Kumulierungserklärung (verbleibt bei der Hausbank)

Bürgschaftsprogramm für Liquiditätssicherungsdarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Am 16. April 2020 hat die Rentenbank gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ein Bürgschaftsprogramm für ihre Liquiditätssicherungsdarlehen aufgelegt. Damit können die im Rahmen der Corona-Krise gewährten Liquiditätssicherungsdarlehen der Rentenbank jetzt auch bis 3 Mio. EUR verbürgt werden.

Wichtige Eckpunkte:

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen der Landwirtschaft, einschließlich des Wein- und Gartenbaus, der Forstwirtschaft sowie der Fischerei und Aquakultur
  • Angeboten werden Ratendarlehen mit einer Laufzeit von 4 oder 6 Jahren
  • Die Darlehen werden bei kleinen und mittleren Unternehmen zu 90 % und bei Großunternehmen zu 80 % verbürgt
  • Antragsteller müssen gegenüber ihrer Hausbank erläutern, inwiefern der Liquiditätsbedarf durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde
  • Die verbürgten Darlehen werden über eine frei wählbare Hausbank vergeben und müssen auch dort beantragt werden
  • Darlehen von mind. 10.000 Euro max. bis zur Jahreslohnsumme 2019 oder 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019
  • Gewährung der Bürgschaft bis spätestens 31.12.2020
  • Bearbeitungsentgelt von 1% (max. 5.000 Euro) für die Rentenbank sowie 1% durch die Hausbank (max. 1.250 Euro)

Es gelten die Konditionen und Förderbedingungen der Rentenbank. Änderungen vorbehalten.